|
Im Namen Gottes
Pressemitteilung
Die Erklärung des Außenministeriums der Islamischen Republik Iran zu den
haltlosen US-Vorwürfen über angebliche Anschlagspläne in Washington
lautet wie folgt:
Der Generalbundesanwalt der Vereinigten Staaten hat am 11. Oktober 2011
in einem Interview die Behauptung aufgestellt, amerikanische
Sicherheitskräfte hätten ein Mordkomplott gegen den Botschafter des
saudi-arabischen Königreichs aufgedeckt. In diesem Zusammenhang sei eine
Person namens Mansour Arbabsiar verhaftet worden.
·
Der Festgenommene lebt seit mindestens 16 Jahren in den
USA und eine solche Person kann keine Kontakte zu den staatlichen
Organisationen der Islamischen Republik Iran unterhalten. Diese
einseitigen Vorwürfe gegen einen in den USA lebenden Bürger, die sich
auf keine Dokumente stützen und auch das Auslösen einer Medienkampagne
gegen die Islamische Republik Iran, stimmt mit keiner juristischen Logik
überein und kann nur eine politische und mediale Inszenierung sein.
·
Gemäß
juristischen Gepflogenheiten müsste die US-Regierung für jeden Vorwurf
gegen einen anderen Staat
mindestens die persönlichen Daten des bzw. der angeblichen Attentäter
für weitere Untersuchungen sowie zur Forderung einer Zusammenarbeit und
Meinungsäußerung dem zuständigen Land aushändigen. Die US-Regierung hat
trotz klarer Anforderung der Islamischen Republik Iran gegen anerkannte
internationale Übereinkommen verstoßen und keinen Schritt in dieser
Richtung unternommen.
·
Die oben erwähnten Gründe und auch weitere Argumente haben
dazu geführt, dass sogar erfahrene politische Experten und
Persönlichkeiten sowohl auf internationaler Ebene wie auch in den USA,
die Vorwürfe der US-Staatsmänner über ein Komplott – unabhängig von der
Beschuldigung eines anderen Staates – zurückgewiesen haben und es
gelegentlich auch als lächerlich bezeichneten.
·
Als Beweismaterial für diese Vorwürfe berufen sich die USA
lediglich auf den Bericht eines anonymen Geheimagenten, welcher
gestützt auf Vermutungen und
Wahrscheinlichkeiten von angeblichen
Drogenschmugglern erstellt wurde. In diesem Bericht sind
keine juristisch überzeugenden Dokumente vorhanden und gemäß den
herrschenden juristischen Gepflogenheiten werden solch dilettantische
Anschuldigungen von keinem rechtschaffenen und neutralen Gericht
bestätigt.
·
In den letzten drei Jahrzehnten sind mehr als 16000 Iraner,
unter anderem Wissenschaftler und hohe Funktionsträger der Islamischen
Republik Iran sowie iranische Diplomaten in Afghanistan und im Irak
Opfer terroristischer Anschläge geworden. Die Islamische Republik Iran
ist eines der Hauptopfer des Terrorismus. Dabei ist sie selbst gestützt
auf islamische Werte gegen jegliches Blutgießen unschuldiger Menschen.
Die Islamische Republik Iran gilt als Vorreiter bei der internationalen
Bekämpfung dieses bedrohlichen Phänomens, während jedoch die
kontinuierliche Unterstützung der US-Regierung für manche terroristische
Gruppen gegen den Iran für alle offensichtlich ist.
·
Die dreißigjährige Regierungszeit der Islamischen Republik
Iran ist ein Beweis dafür, dass die Staatsordnung dieser Islamischen
Republik als verantwortungsbewusster Staat und gestützt auf stabile
außenpolitische Prinzipien den Beitrag zum Frieden und zur globalen
sowie regionalen Stabilität als oberste Priorität ansieht.
·
Gemäß den permanenten außenpolitischen Grundlagen der
Islamischen Republik Iran beruht die Strategie dieses Landes zur
islamischen Welt sowie arabischen Ländern vor allem den Nachbarstaaten,
unter anderem zum Königreich Saudi-Arabien auf Kriterien wie Frieden,
Bruderschaft und Vertiefung der Stabilität und allgemeiner Sicherheit,
aber auch dem Wohlstand der Bürger in der Region des Nahen Osten und des
Persischen Golfs.
·
Die Vorwürfe der US-Führung werden deshalb strikt und
entschieden zurückgewiesen. Außerdem wird betont, dass solch ein
unlogisches Verhalten der USA bei der Inszenierung von derartig billigen
und politisch-medialen Anschuldigungsszenarien, nur aufgrund der
vielseitigen Niederlagen der US-Außenpolitik wegen des islamischen
Erwachens, des Scheiterns sämtlicher illegaler Maßnahmen gegen die
Islamische Republik Iran und die vielen inländischen Probleme entstehen
konnte. Es ist offensichtlich, dass die US-Administration wegen dieser
haltlosen Propagandaszenarien für die Auslösung von Spannungen und die
Verletzung der internationalen
Sicherheit verantwortlich ist.
Botschaft der
Islamischen Republik Iran
Wien, am 17. Oktober 2011
|